Verantwortung bei Wolfra
Streuobstwiesen gehören zu den Wurzeln von Wolfra. Wir engagieren uns für ihren Erhalt und unterstützen unsere Obstbauern durch die Weitergabe von Know-how und Engagement z.B. mit der jährlichen Apfelannahme – für eine vielfältige Kulturlandschaft in Bayern.
Engagement für den Erhalt von Streuobstwiesen
Streuobstwiesen
Unsere Äpfel für den naturtrüben Apfelsaft stammen in guten Erntejahren von Streuobstwiesen mit vielen verschiedenen alten Apfelbäumen. Sie prägen nicht nur seit Jahrhunderten die Landschaft in Bayern, sondern sind auch wertvolle Biotope: Mit ihrer Ruhe und ihrem Reichtum an unterschiedlichen Lebensräumen können sie viele Tier- und Pflanzenarten anziehen. Ob in Baumhöhlen oder Erdlöchern, hoch in den Zweigen, im abgestorbenen Holz oder im hohen Gras: Nahrung und Verstecke gibt es auf einer Streuobstwiese das ganze Jahr hindurch reichlich. Tiere, die aus den Wäldern oder Waldrandbereichen vertrieben werden, können hier Zuflucht finden und auch Feld- und Wiesenbewohner, denen intensive landwirtschaftliche Nutzung anderswo oft den Lebensraum streitig macht, können auf diesen Wildkräuterflächen ihr Auskommen finden.
Bündnis für Streuobstwiesen
2019 hat Wolfra das Bündnis für Streuobstwiesen gemeinsam mit dem Kurort Bad Birnbach und dem Landkreis Rottal-Inn initiiert. Kern der Aktivitäten ist eine rund 12.500 Quadratmeter große Streuobstwiese mitten im Bad Birnbacher Kurgebiet mit Apfel-, Birnen- und Zwetschgenbäumen. Der Pomologe Dr. Sebastian Grünwald, der seit Jahren Obstbauern im Namen der Wolfra berät, ertüchtigt die Wiese und ergänzt sie durch Neupflanzungen. Für Kurgäste in Bad Birnbach findet einmal im Monat eine Führung statt.
Biologische Landwirtschaft
Mehr 385 der etwa 1.500 Obstbauern der Rottaler Genossenschaft erzeugen bereits biologisch angebaute Äpfel. Mit einem entsprechenden Bio-Sortiment unterstützt Wolfra die Biologische Landwirtschaft und hat in der Vergangenheit die Kosten für die entsprechenden Zertifizierungen übernommen. Partner im Bereich Bio ist seit vielen Jahren das Ingenieurbüro AGRECO, das 1992 als eine der ersten deutschen Öko-Kontrollstellen die staatliche Zulassung (DE-ÖKO-012) erhalten hat. Wichtigste Voraussetzung für biologischen Obstbau ist der völlige Verzicht auf Spritzmittel. Das gilt bereits drei Jahre vor der Zertifizierung.
Streuobst schmeckt man
Die Besonderheit eines Streuobst-Apfelsaftes, resultiert aus der Vielfalt der Äpfel alter Bäume und den darin enthaltenen Aromen. Zu diesem besonderen Rezept trägt auch die hohe Zahl der Lieferanten bei – je größer die Sortenvielfalt, desto besser der Geschmack. Es macht beim Apfelsaft einen großen Unterschied, ob das Obst von der Streuobstwiese stammt oder von Plantagen.
Forschung im Rahmen von Streuobstwiesen
Seit 2021 ist Wolfra ebenfalls Teil eines Forschungsprojekts zur Einsparung von C02 auf Streuobstwiesen: Langfristiges Ziel des Projekts ist es, durch nachhaltige Bewirtschaftung den Humusaufbau zu fördern und so CO₂ im Boden zu speichern, um Klimaschutz, Obstanbau und damit den Erhalt der Streuobstwiesen zukunftsfähig zu vereinen. Die Veränderungen werden durch die Analyse von regelmäßig gezogenen Bodenproben beobachtet und werden in den nächsten Jahren Aufschluss über die Wirkung des Projekts geben. Mehr erfahren.
Zudem organisiert Wolfra in Zusammenarbeit mit dem Kurort Bad Birnbach regelmäßig praxisnahe Vortragsreihen zum Thema Pflege und Erhalt von Streuobstwiesen mit dem Pomologen und Streuobstexperten Dr. Sebastian Grünwald in Bad Birnbach, die sich an Landwirte und private Obstgartenbesitzer richten.
