Frühling auf der Streuobstwiese:
Wenn die Natur nicht mehr warten kann

Schon seit Anfang März lässt jede Sonnenstunde die Knospen der Bäume ein bisschen stärker anschwellen. Fast hat man den Eindruck, die Natur kann das Anbrechen des Frühjahres nicht mehr erwarten. Im April genügen wenige warme Tage und die eben noch kahlen Triebe überziehen sich mit einem leuchtenden Blütenflor.

Emsige Betriebsamkeit

Innerhalb weniger Tage erfüllt eine emsige Betriebsamkeit die Obstgärten. Für Bienen und Hummeln ist jetzt die beste Zeit des Jahres. Ein Brausen und Summen ergreift die Wiese, wenn Tausende der fleißigen Insekten ihrer Arbeit nachgehen. Den Obstbauern sind die geflügelten Gäste sehr wilkommen. Durch die Bestäubung der Blüten sorgen die Bienen für einen reichen Fruchtansatz.

Blüten wie Rosen

Botaniker zählen den Apfel zu den Rosengewächsen. Bei näherer Betrachtung haben Apfelblüten große Ähnlichkeit mit den Blüten wilder Rosen. Genießer erkennen die Verwandtschaft schon am Geruch. An warmen Frühlingstagen verbreiten besonders die ursprünglichen Apfelsorten einen süßen schweren Rosenduft.

Enorme Blütenvielfalt

Jede ist anders. So vielfältig wie die Früchte, so individuell sind die Blüten verschiedener Apfelsorten. Die kleinen und zartweißen Blüten des „Leipferdinger Langstiels“ etwa erinnern noch sehr an die Ursprungsformen heutiger Kulturäpfel. Die Blütenblätter des Dorpater Rosenapfels dagegen präsentieren sich in rosa und sind dabei lebhaft pink gestreift. Zu den größten und eindrucksvollsten aber gehören die strahlend weißen Blüten der Sorte „Jakob Fischer“.

Wiese frei für die Schafe

Auf vielen Höfen kommen Anfang April die Schafe auf die Streuobstwiese. Nachdem sie den Winter im Stall verbracht und ihre Lämmer zur Welt gebracht haben, sind die Tiere begierig auf das nahrhafte junge Gras. Sie bleiben die ganze Saison über auf der Wiese und sorgen dafür, dass der Bewuchs unter den Bäumen nicht überhand nimmt.

Apfelbäume profitieren von den Schafen

Die Apfelbäume profitieren gleich mehrfach von der Anwesenheit der Schafe. Zum einen reichert der Dung der Schafe den Boden mit Humus an und ist ein zusätzlicher ökologischer Dünger. Denn in den Frühlingsmonaten haben die Apfelbäume einen besonders hohen Bedarf an Nährstoffen, sollen sie doch in kurzer Zeit Blüten und neue Blätter austreiben und anschließend möglichst viele Früchte ansetzen.

Zum anderen helfen die Schafe den Bäumen, indem sie das Gras niedrig halten. Denn so schön das frische Grün unter den Baumkronen auch anzusehen ist, für die Bäume sind die Gräser um diese Zeit eine zunehmende Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe. Hinzu kommt im weiteren Verlauf, dass die Tiere mit Vorliebe die vorzeitig fallenden wurmigen Äpfel fressen, die von den Larven des Apfelwicklers befallen sind. Auf diese Weise helfen sie mit, die Anzahl der Schädlinge in Grenzen zu halten.

Zuletzt halten Schafe durch ihr Getrappel Wühlmäuse fern, die insbesondere jungen Bäumen oft zum Verhängnis werden. Dass die Schafe allerdings auch allzu gern an den Trieben und Stämmen der Apfelbäume herumknabbern, ist mit einen kleinen Lattenzaun leicht zu vermeiden.

Wenn die Wiese den Schafen davonwächst

Auch die hungrigste Herde schafft im ausbrechenden Frühling oft nicht alles Gras, das aus dem Boden schießt. Es kann also vorkommen, dass die Wiese den Schafen „davonwächst“, wie es heißt. Hohe Gräser entziehen dem Boden aber große Mengen wertvolles Wasser. Bei trockenem Wetter ist es daher sinnvoll, das Gras zu mulchen. Das von einem Traktor angetriebene Mulch-Gerät mäht das Gras und zerkleinert es grob, um es an Ort und Stelle wieder abzulegen. Die Mulchschicht beschattet den Boden und verhindert das Austrocknen des Bodens.

Leckerbissen für die Regenwürmer

Für die Regenwürmer ist der Grasmulch eine willkommene Nahrung. Sie ziehen die Halme beim nächsten Regen unter die Erde und sorgen für einen schnellen Abbau der Biomasse. Auf diese Weise werden die gebundenen Nährstoffe wieder freigesetzt und stehen für das Wachstum der Bäume zur Verfügung. Jungbäume, die noch kräftig wachsen sollen, entwickeln sich sehr viel besser, wenn sie optimal mit Nährstoffen versorgt werden. Und auch ältere Bäume im Ertragsalter danken eine Düngung mit besserer Fruchtqualität und regelmäßigeren Ernten.

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